Den Alltag neu entdecken (1): Ein Jein zum Verzicht - ich nixe

Fernglas

Möchte ich in diesem Jahr in der Fastenzeit auf etwas verzichten?

Meine Antwort ist ein klares JEIN!

  • Sicher, ich würde mir ganz gern die Schokolade am Abend versagen, damit ich noch länger in meine Klamotten passe.
  • … und mal wieder eine Weile aufs Fernsehen zu verzichten würde auch den Raum für anderes öffnen, das in meiner Werteskala eigentlich weiter oben steht.

ABER: Im Augenblick herrscht sowieso so viel Verzicht – keine Umarmungen, keine schönen Treffen, kein Essengehen, kein Kino, kein Konzert, keine Reise, kein Shoppen …

Die Highlights der augenblicklichen Zeit: Eine Zoom-Konferenz mit Freunden, Essen selbstgekocht oder bestellt, Spiele mit der Familie, Spazierengehen, Work-out zuhause, ein Telefonat …

Ob wir wollen oder nicht, sind wir alle gerade im Verzichtsmodus!

Da kommt uns doch eine Entwicklung der letzten Jahre entgegen, in der Fastenzeit nicht unbedingt auf etwas zu verzichten, sondern etwas „hinzuzufügen“ zum Leben, sich etwas vorzunehmen, was man sonst nicht tut:

  • jeden Tag einen guten Text lesen
  • ein Glückstagebuch führen, in das ich täglich die kleinen (und großen) Freuden des Tages aufschreibe
  • ein täglicher Relax-Spaziergang
  • mindestens einmal am Tag einen anderen Menschen bewusst anlächeln
  • eine Viertelstunde am Tag „Nixen“ – das bedeutet: gar „nix“ machen
  • oder im christlichen Sinn: täglich den inneren Kontakt mit Gott suchen
  • oder, oder, oder …

So ein „Additum“, etwas zum täglichen Leben „Hinzugefügtes“, könnte doch vielleicht in diese heruntergefahrene Zeit ein bisschen mehr Farbe bringen!?! Oder sogar: neue Erfahrungen, Freude, Erkenntnisse …!?

Während ich so schreibe merke ich, dass sich mein „Jein“ unter dieser Voraussetzung immer mehr in Richtung „Ja“ entwickelt. Etwas anderes, etwas Neues ausprobieren! Darauf hab´ ich Lust!

Und jetzt kribbelt es etwas in meinem Bauch, weil mir deutlich geworden ist, was eine echte Herausforderung für mich wäre: Jeden Tag eine Zeitlang gar nichts tun; also das oben genannte „Nixen“. Ob ich das schaffen würde? Durchhalten würde? Es wäre auch interessant, sich darüber auszutauschen, wie es einem geht …

Hätten Sie auch Lust, diese Zeit zwischen Fasching und Ostern in irgendeiner Weise anders zu gestalten?

Wenn Sie mögen, nutzen Sie doch die Kommentar-Funktion, dann könnte tatsächlich ein kleiner Austausch entstehen.

Mit einem ganz herzlichen Gruß,

Regina Korn-Clicqué von der Klinikseelsorge
 

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