Verabschiedung von Pfarrerin Dorothea Böhle

Pfarrerin Dorothea Böhle 

Am 26. Juni haben wir unsere Kollegin, die Klinikseelsorgerin Pfarrerin Dorothea Böhle mit einem Gottesdienst um 17 Uhr in der evang.-luth. Kirche in Herzogenaurach und einem internen Treffen des Teams verabschiedet. Corona-bedingt konnten wir dazu leider nicht öffentlich einladen.

Pfarrerin Böhle war siebzehn Jahre lang als Klinikseelsorgerin an der Fachklinik Herzogenaurach und zusätzlich elf Jahre an der Universitätsklinik Erlangen (UKE) tätig. Zu ihren Aufgaben zählten die seelsorgerliche Begleitung von Patient*innen, Angehörigen und Mitarbeitenden der Kliniken, vor allem auf chirurgischen und intensivmedizinischen Stationen. Außerdem verantwortete und leitete sie die Aus- und Weiterbildung der ehrenamtlichen Klinikseelsorger*innen für die Fachklinik, das UKE und das Malteser Waldkrankenhaus St. Marien.

Zudem vertrat sie die Klinikseelsorge in landeskirchenweiten Gremien. So gehörte sie dem Beirat der Arbeitsgemeinschaft für Evangelische Krankenhausseelsorge in Bayern und dem Kuratorium der Fachstelle für Anthropologie und Ethik in der Medizin der  ELKB an.

Aus ihrer praktischen Arbeit brachte die Pastoralpsychologin und Supervisorin (DGfP/KSA) zahlreiche ethische Impulse in den Klinikalltag ein, zum Beispiel im sogenannten Ethik-Café des UKE und gab Kurse an der Akademie für Gesundheits- und Pflegeberufe zu den Themen Kommunikation und Psychotraumatologie.

Zum 1. Juli wechselt Dorothea Böhle zur Klinikseelsorge an das Klinikum Nürnberg Nord.

Hinter dem nüchtern klingenden Text steckt ein Abschied voller Wehmut. Wir lassen sie wirklich nicht gerne gehen. Sie hat sich mit so viel Leidenschaft und Engagement für die Klient*innen und in unser Team eingebracht!  Gerade schwierige Situationen und intensive Begleitungen verband sie mit gründlicher Reflexion und gewann daraus Impulse für Veränderungen und Entwicklungen, die den Klient*innen und auch unserem Team sehr zugutekamen. Mit großer Freude an der Gruppenarbeit, pädagogischem Geschick, seelsorgerlichem und supervisorischem Können leitete sie die Aus- und Weiterbildung unserer ehrenamtlichen Kolleg*innen. Sechzehn Jahre sind eine lange Zeit – und sie verband ihre große Erfahrung mit einem steten wachen Interesse für aktuelle Entwicklungen und neue Herausforderungen.

Mit vielem Dank wünschen wir Ihr Gottes Segen für ihre Zeit am Klinikum Nürnberg Nord.