Was trägt mich?

Pinnwand mit Texten: Was trägt mich?

Diese Frage stellen sich in diesen Zeiten bestimmt viele Menschen.

Besonders brennend wurde dieses Thema im Krankenhaus, als sich die Lage aufgrund des Covid-19 Virus zugespitzt hatte. Sorgen und Ängste nahmen sowohl bei Patient*innen als auch beim Personal spürbar zu.

In der Kapelle der Kopfkliniken bietet die Klinikseelsorge seit mehreren Wochen an, sich über die Frage „Was trägt mich?“ Gedanken zu machen. Dabei können sich die Besucher in Ruhe hinsetzen, vielleicht ein LED-Licht anzünden und in sich hineinspüren. Schließlich sind sie eingeladen, ihre Einsichten auf Zettel niederzuschreiben und an eine Wand zu heften.

Inzwischen ist eine stattliche Anzahl an schriftlichen Äußerungen zusammengekommen. Als stützend werden vor allem Beziehungen genannt: Tragende Verbindungen zu einzelnen Familienmitgliedern und zu Freunden. Auch das Gefühl, sich in einem lebendigen Glauben an eine höhere Macht geborgen zu wissen, stabilisiert und gibt Hoffnung. Hilfreich sind auch Humor, ein Lächeln, die Haltung der Dankbarkeit sowie das Gefühl, dass es einem besser geht als vielen anderen auf der Welt.

Belebend ist es, wenn man vor der Pinnwand steht und sich von der Vielzahl der unterschiedlichen Kraftquellen inspirieren lässt.

Wir regen Sie, lieber Leser*innen, nun dazu an, ihren eigenen tragenden Quellen nachzuspüren und sich zu fragen: „Was trägt mich momentan?“. Vielleicht machen Sie dabei erstaunliche Entdeckungen.

Ihre Klinikseelsorger/in
Kathrin Eunicke und Andreas Mauser

Dankestext auf der Pinnwand der Kopfklinik