252 mal klingelte unser Seelesorgebereitschaftstelefon im Jahr 2025 abends, nachts, an Wochenenden oder Feiertagen. Dann heißt es: Zügig in die Klinik fahren, denn jemand ist in großer innerer Not. Meistens geht es entweder um eine Sterbebegleitung oder Aussegnung, häufig auch um Kriseninterventionen. Dabei reicht die Altersspanne der Menschen von wenigen Stunden bis ins hohe und höchste Alter. Meistens werden wir für Angehörige und Patient*innen gerufen, nicht selten ergeben sich dann Gespräche mit Mitarbeiter*innen, denen eine belastende Situation eben auch in die Seele gefahren ist. Über 800 Menschen nahmen dieses Angebot im Jahr 2025 an.
Unsere Bereitschaftstelefonnummer ist auf jeder Station der Uniklinik und in den Pforten der Uniklinik und des Waldkrankenhauses hinterlegt. Diese Rund-um-die-Uhr-Rufbereitschaft können wir an der Uniklinik Erlangen und dem Malteser Waldkrankenhaus St. Marien anbieten, weil hier die Teams ökumenisch zusammenarbeiten und groß genug sind, um das zu leisten. Im Klinikum am Europakanal und der Fachklinik Herzogenaurach - das sind die anderen beiden der insgesamt vier Kliniken im evang.-luth. Dekanatsbezirk Erlangen - ist das leider nicht möglich.
Hilfesuchenden, die nichts mit einer der Kliniken zu tun haben, steht dieses Angebot nur in Ausnahmefällen zur Verfügung; hier verweisen wir auf den Krisendienst Mittelfranken (Tel. 0800 /655 3000 oder 0911 / 42 48 55 - 0) oder die TelefonSeelsorge (Tel. 0800 / 111 0 111).