Aus Gebeten geformt - auf den Glauben bauen

Submitted by Frank Nie on Thu, 10/09/2014 - 10:14

Dass man auf Gott und den Glauben bauen kann zeigen diese Steine (Foto). Pfarrerin Christine Günther hat sie geformt – aus den Gebeten der Patient/-innen in der Kapelle des Internistischen Zentrums.

Dort können Frauen und Männer aller Religionen ihre Gebete auf Papierkarten schreiben und sie dann zum Altar bringen. Der hat eigens Durchlässe und Lücken – so können die Gebete im Altar Gott ans Herz gelegt werden. Die Klinikseelsorger/-innen nehmen die Bitten, aber auch den Dank, in ihre eigenen Gebete auf - leisten also "Fürbitte" im wortwörtlichen Sinn. Natürlich immer so, dass die Anonymität gewahrt bleibt. Es muss also niemand Angst haben, "geoutet" oder entblößt zu werden.

Aber wohin mit den Gebeten, um den Altar nicht wegen Überfüllung schließen zu müssen? Die Gebetssteine sind eine gute Lösung. Normalerweise liegen sich allerdings nicht auf dem Altar, sondern werden im Büro der evangelischen Klinikseelsorge im INZ neben der Kapelle verwahrt.

 

Dazu zwei Abschnitte aus dem 7. Kapitel des Matthäusevangeliums:

Vom Hausbau, Matthäus 7, Verse 24+25
Darum, wer diese meine Rede hört und tut sie, der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute. Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus, fiel es doch nicht ein; denn es war auf Fels gegründet.

Von der Gebetserhörung, Matthäus 7, Verse 7 bis 11
Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan. Wer ist unter euch Menschen, der seinem Sohn, wenn er ihn bittet um Brot, einen Stein biete? Oder, wenn er ihn bittet um einen Fisch, eine Schlange biete? Wenn nun ihr, die ihr doch böse seid, dennoch euren Kindern gute Gaben geben könnt, wie viel mehr wird euer Vater im Himmel Gutes geben denen, die ihn bitten!