Neue Seelsorge-Hotline für Patient*innen, Angehörige und Mitarbeiter*innen

Ab Freitag, 27.3., verstärkt die Klinikseelsorge ihr Angebot für Patient*innen, Angehörige und Krankenhausmitarbeitende. Wer Interesse an einem vertraulichen Gespräch hat, kann täglich von 15 Uhr bis 19 Uhr unter der Rufnummer 0172/2344207 eine ausgebildete Seelsorgerin erreichen. Insgesamt beteiligen sich rund 20 ehren- und hauptamtliche Klinikseelsorger beider Konfessionen an dieser Hotline gegen Einsamkeit im Krankenhaus.

Isolation durchbrechen - Einsamkeit lindern - Heilung fördern

Derzeit dürfen nur noch hauptamtliche Seelsorger*innen die Krankenzimmer betreten, wenn ein Patient ausdrücklich danach verlangt. Besuche von der Familie oder gar Freunden sind nur in Ausnahmefällen gestattet. Auch die rund 20 ehrenamtliche Seelsorger*innen mussten ihre Arbeit ganz einstellen. „Wir wollen damit die Isolation durchbrechen und den Patient*innen die Möglichkeit geben, einfach mal mit jemandem zu reden“, erklärt die Organisatorin, Pfarrerin Dorothea Böhle. „Einsamkeit über Tage oder Wochen ist eine zusätzliche Belastung, die die Patienten derzeit ertragen müssen. Kontakte und persönliche, vertrauliche Gespräche unterstützen die Heilung und machen das Leben im Krankenhaus ein wenig leichter.“

Ausdrücklich ist die Hotline auch für die Mitarbeiter aller Kliniken gedacht. „Im Moment sind nur wenige an Covid-19 erkrankte Patienten zu versorgen, aber wir wissen ja nicht, wie sich das in den nächsten Tagen entwickelt“, erklärt die Pfarrerin. „Wir sind auf jeden Fall dazu bereit, Mitarbeiterinnen, die an ihre Grenzen stoßen, seelisch zu unterstützen und zu entlasten.“

Natürlich sind die Seelsorgerinnen schon bisher telefonisch zu erreichen - allerdings können sie mit ihren normalen Telefonanschlüssen kaum längere Gespräche führen, da sie für Notrufe immer möglichst frei gehalten werden müssen.

Kontakt: Dorothea.boehle@uk-erlangen.de