Was sagt man da bloß? Zwei Grundregeln für Krankenbesuche

"Guten Morgen.

Da ist sie wieder – diese etwas bedrückte Stille. Ich werde gefragt, was ich arbeite, und antworte wahrheitsgemäß: „Ich bin Krankenhauspfarrer.“

Danach kannst Du eine Stecknadel fallen hören, ein paar Sekunden lang.

Und dann kommt meistens: „Boh. Ich könnte das nicht. Was sagt man denn da bloß den schwerkranken Leuten?“ Und das ist eine gute Frage. Denn früher oder später kommt fast jede, fast jeder in die Lage, einen Krankenbesuch zu machen. Oder einen im Pflegeheim. Was sagt man da bloß?

Ich kenne diese Frage, und auch die Unsicherheit dahinter. Und wisst Ihr was? Man macht es da wie man es immer machen soll. Wenn man nicht weiß, was man sagen soll, sagt man einfach erst mal: gar nichts. Stattdessen fragt Ihr: Wie geht es Dir? Und hört zu. Wenn Ihr dann noch darauf verzichtet, ungefragt Ratschläge zu geben – wie ich das hier gerade tue – dann ist Euer Besuch schon so gut wie gelaufen.

Bis Morgen."

 

Natürlich gibt es mehr Ideen und Erfahrungen, was bei einem Besuch im Krankenhaus günstig ist oder ihn leichter macht. Diese beiden Anregungen wurden von Pfr. Frank Nie für die Radioandacht "Kurz und gut" auf ChariVari98,6 am 20.1.2021 geschrieben - für eine Minute Sendezeit am frühen Morgen.

Spendenkonto

Empfänger: Kirchengemeindeamt Erlangen

IBAN: DE38763500000034000045
BIC: BYLADEM1ERH
Kreditinstitut: Sparkasse Erlangen

Bitte geben Sie folgenden
Verwendungszweck an:
Klinikseelsorge