Willkommen

Herzlich willkommen bei der Evangelischen Klinikseelsorge im Dekanatsbezirk Erlangen

Evangelische Klinikseelsorge ist ...

  • kirchlicher Dienst im Krankenhaus
  • Angebot der Kirche für PatientInnen, Angehörige und Krankenhauspersonal
  • Begleitung für Menschen in Krisen- und Grenzsituationen mit unserem eigenen Glaubens- und Lebenshintergrund

 

Aktuelles

Pfr. Joh. Eunicke, Prädikat Karl-Heinz Hofmann, Dekan P. Huschke
Bildrechte Ev. Klinikseelsorge UKER

Karl-Heinz Hofmann (Bildmitte) ist auf den Tag genau 50 Jahre nach seiner Konfirmation am 26. März 2022 in der Neustädter Kirche (Erlangen) von Dekan Peter Huschke (rechts) in sein Amt als Prädikat für die Kliniken und Gemeinden des Evang.-luth. Dekanats Erlangen eingeführt worden. Seine Ausbildung zum Prädikanten hatte Pfr. Johannes Eunicke (links, Klinikseelsorger am Universitätsklinikum) begleitet, die vorhergehende Ausbildung zum Lektor Pfr. Frank Nie (Klinikseelsorge UKER).

Als Prädikant hält Karl-Heinz Hofmann ehrenamtlich Gottesdienste in den Klinikkapellen und Kirchengemeinden des Dekanats Erlangen, dazu gehören auch die Sakramentsverwaltung (Abendmahl, Taufe) und die Einbindung in die seelsorgliche Schweigepflicht. Die evangelischen und katholischen Klinikseelsorger*innen überreichten ihm im Gottesdienst als gemeinsames Geschenk eine lateinamerikanisch farbenfrohe Stola.

Fastenbilder - 27. März 2022
Bildrechte Pixabay

Wenn ich verreise, sammle ich Sachen, die ich nicht vergessen will, in Schüsseln zusammen.
In der Küche, im Bad etc.
Ganz oft bräuchte ich dann ausgerechnet eine dieser Schüsseln für ihren „eigentlichen“ Zweck … und bin konsterniert und ausgebremst, wenn ich realisiere: „Schüssel nicht einsatzbereit!“
Das ist, glaube ich, auch manchmal im übertragenen Sinn der Fall:
Schon ganz lange hat es mir das Bild angetan, dass wir wie eine Schale sind, die Gott gebrauchen kann und will.
Er füllt uns mit seinen „Gaben“ … und dann können auch andere – wie bei einer Obstschale – davon etwas haben.
Allerdings: Ich befürchte, dass auch ich oft nicht „einsatzbereit“ bin, weil „überfüllt“.
Oft nur am Rennen und Hetzen, viele verschiedene Baustellen gleichzeitig, die mein Leben und meinen Kopf füllen … und wenn ich abends kaputt in den Sessel sinke, prasseln Nachrichten auf mich ein oder ich gönne mir einen Film zum Entspannen. 
Wenn ich so unterwegs bin, dann haben die Gaben Gottes - Frieden, Liebe, Freude, Ruhe, Kraft, um nur ein paar zu nennen -, kaum Raum bei mir.

Die Fastenzeit ist als Zeit gedacht, sich einmal „leer zu machen“, oder zumindest leerer!
Das ist der tiefere Sinn, wenn wir auf bestimmte Dinge in der Fastenzeit verzichten.
Damit in uns bzw. bei uns neuer Raum entsteht!
Und dieser Raum im besten Fall dann auch von „Gottesgaben“ gefüllt wird.
Weil ich mir dann eben vielleicht auch die Zeit gönne, mich dafür zu öffnen (welchen Weg auch immer ich da für mich habe, suche, finde …).

Im Augenblick fühle ich mich leider eher wie eine überfüllte „Vorurlaubsschüssel“.
Das Foto vom Schalenbrunnen oben ist genau das Gegenbild dazu.
Eine Schale ist frei für frisches, sprudelndes Wasser und fließt davon über, so dass das Wasser von einer nächsten Schale aufgefangen wird und wiederum überfließt in die dritte Schale, die den Kreislauf fortsetzt.
Und der Tanz der Wassertropfen sieht so fröhlich, erfrischend und lebendig aus!
… und lässt mich an eine Einladung von Jesus denken, die ich auch schon immer sehr verheißungsvoll fand:

„Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke! Wer an mich glaubt (…), von dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.“  
(Johannesevangelium, Kapitel 7, 37b-38)

Kleine Anklänge davon wünsche ich uns allen von Herzen für diese Zeit!
Ihre Klinikseelsorgerin Regina Korn-Clicqué

Fastenbilder - Blume
Bildrechte Pixabay/klimkin

Dürre. Hart getrocknete Erdschollen. Mitten drin leuchtet die Blume. Ich glaube, der Fotograf hat sie dort extra hineingesteckt, damit er ein schönes Motiv hat.

Mit Dürre verbinde ich Missernten, Nahrungsknappheit und Hungersnot. Erzwungener Verzicht auf genug zu essen. Doch ich sehe hier vor allem die Blüte. Die schenkt mir Hoffnung.

Entweder hat sie der Fotograf dort hingestellt. Von irgendwo mitgebracht, wo es Wasser gibt.
Oder sie ist dort gewachsen, weil sie jemand gegossen hat.

Egal. Ich sehe: Wir können Leben bringen, die Macht der Dürre beenden. Da ist viel Hoffnung darin.

Um die Dürre zu durchbrechen, um eine Not zu lindern, müssen die meisten von uns gar nicht groß auf etwas verzichten. Aber wir können es tun: Rechnen Sie doch einmal zusammen, was Sie an einem Tag für Essen und Trinken ausgeben. Und diesen Betrag spenden Sie dann. Oder verzichten Sie auf einen Cappuccino pro Tag. An unseren Klinik-Kiosken kostet der 2,90 Euro. 40 Fastentage, so viele kennt das Kirchenjahr: 116 Euro.

Ich schlage hier mit Absicht keinen großen Bogen über Gerechtigkeit auf der ganzen Welt, Marktwirtschaft und „Hilfe zur Selbsthilfe“ bei Entwicklungsprojekten. Ich lade Sie lieber ein, eine Erfahrung zu machen: Wie fühlt es sich an, wie fühle ich mich, wenn ich einmal mit Absicht selbst auf etwas verzichte, und es stattdessen jemandem gebe, der es nötiger braucht als ich?

Pfarrer Frank Nie

Fastenbilder 13. März 2022
Bildrechte Pixabay

Einige Jahre schon leistet das Bäumchen Widerstand. Es hält durch, wächst und bleibt beständig, übersteht ausdauernd auch die kalte Jahreszeit und ihren Schnee. Woher kommt seine Kraft? - Es genügt, dass sie da ist.

Was trägt uns Menschen durch belastende, herausfordernde Zeiten?

Vielleicht finden Sie sich in den Worten des evangelischen Theologen Dietrich Bonhoeffer wieder: 

„Ich glaube, dass Gott uns in jeder Notlage so viel Widerstandskraft geben will, wie wir brauchen. Aber er gibt sie nicht im Voraus, damit wir uns nicht auf uns selbst, sondern allein auf ihn verlassen.“

Die Fastenzeit gibt Gelegenheit, sich aufs Wesentliche zu konzentrieren. Dem will ich nachgehen: Wo meine ich, mich nur auf mich selbst verlassen zu können, bin ich zu bemüht und angespannt, wo kann ich gelassener werden? - Weil Gott mir das Notwendige gibt.

Ihnen allen weiter viel Kraft an Ihrem Platz!

Pfarrerin Verena Winkler
 

Schaf
Bildrechte Frank Nie

Das Schaf auf diesem Foto steht in der Kinderklinik, im Gang vor der Cafeteria. Erst diese Woche lief ein Junge an der Hand seiner Mutter freudig darauf zu: “Mäh, mäh! Da, mäh!“. Das Schaf ließ sich natürlich von ihm streicheln und sorgte so für einen fröhlichen Moment der Abwechslung auf dem Weg vom Stationszimmer zu einer Untersuchung. Am liebsten wäre der Kleine noch viel länger geblieben. Die Mutter versprach ihm, dass er das Schaf nach der Untersuchung wiedersehe.

Diese Schafe – es sind zwei - sind wie ein Ort zum Innehalten, ein Lichtblick. Im Betrieb einer großen Klinik brauchen Menschen das zuweilen. Und manche verweilen deshalb für einen Moment, bei den Schafen oder im Andachtsraum im C-Bau. Sie zünden eine Kerze an, schreiben ein Gebet auf, suchen Ruhe oder nehmen einen der dort ausliegenden Texte mit. Am häufigsten greifen sie zu Psalm 23:

Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. …

Darin klingt Hoffnung an: Dass Gott sich wie ein Hirte unserer annimmt, dass wir uns bei ihm geborgen fühlen dürfen; dass er uns auf grünen Auen weidet und zu frischen Wassern führt.

Wer so hofft und betet weiß dabei, dass es dunkle Momente in unserem Leben geben kann, finstere Täler und steinige Wege. Dass wir Menschen manchmal Trost brauchen, Zuspruch und Begleitung. Deshalb ist für mich ein kleiner Satz im Psalm 23 sehr wichtig: Dein Stecken und Stab trösten mich!

Und so denke ich häufig – und gerne - an den Psalm 23, wenn ich an den beiden Schafen in der Klinik vorbeigehe und sogar sehen darf, wie sie kranken Kindern und ihren Eltern Trost und Ablenkung schenken. Die müssen in der Klinik auf viel Schönes und Gewohntes verzichten; umso schöner, wenn sie dann und wann so ein Schaf auf ihrem Weg finden können.

Mögen Sie sich behütet fühlen, auf grünen Auen und auch auf steinigen Wegen,

Ihre

Pfarrerin Kathrin Kaffenberger

Hu, das fanden wir evangelischen Kinder irgendetwas zwischen gruselig und toll:

Am Aschermittwoch gingen die Katholiken in die Kirche und bekamen dort ein Aschenkreuz auf die Stirn gezeichnet.

„Echt? So richtig mit Asche? Darf ich mal anfassen? Wieso?“

Aus ihren Erklärungen wurden wir nie so recht schlau. Irgendetwas mit Fasten, und Buße, oder so.
Heute sehe ich das Aschenkreuz und denke sofort „Erde zu Erde, Asche zu Asche, Staub zu Staub“. Denn ich habe viele Menschen beerdigt, und jetzt in der Klinik begleite ich sie beim Sterben oder gehe mit den Angehörigen ans Bett für eine Aussegnung.

Mich erinnert das Aschenkreuz an unsere Vergänglichkeit. Von wo wir kommen („Von Erde bist Du genommen“) und wohin wir gehen („Zur Erde wirst Du werden“), unsere Körper zumindest. Und mich berührt, dass das Kreuzeszeichen aus Asche wie ein Segen auf die Stirn gezeichnet wird. Denn in der Vergänglichkeit liegt neben dem Traurigen viel Hoffnung. Vergänglich sind Ärger, Schwierigkeiten, Hoffnungslosigkeiten, Ängste, krank machende Beziehungen, Armut, Krankheiten, Schmerzen.

Wir sind gesegnet mit Vergänglichkeit – die uns von Gott gegeben ist.
Gezeichnet mit Asche – ja, wir sind sterblich, und ja, wir machen Fehler und werden schuldig.
Gesegnet mit einem Kreuz – Gott ist mit uns und weicht nicht von uns.

Wir sind vergänglich. Und ich lerne das von „meinen“ Patient*innen: Herzensanliegen nimm lieber gleich in Angriff. Du hast nicht ewig Zeit. Wenn Du das tust, wirst Du nicht viel verpassen. Bibeldeutsch: ein erfülltes Leben haben.

Pfr. Frank Nie
Foto: Pixabay/Myriams-Fotos

Ein Strauß Tulpen
Bildrechte Pixabay

Ab dem 26. Februar 2022 lockert das Malteser Waldkrankenhaus St. Marien seine Besuchsbeschränkungen wie folgt:

Jede*r Patient*in darf von zwei festgelegten Personen aus dem Angehörigen- und Familienkreis besucht werden.
Allerdings müssen die autorisierten Besucher*innen entweder geimpft oder genesen sein und zusätzlich einen Test - Schnelltest (nicht älter als 24 Stunden) oder PCR-Test (nicht älter als 48 Stunden) - vorweisen (2G-plus).
Bitte besprechen Sie sich im Angehörigen- und Familienkreis, wer diese Personen – autorisierte Besucher*innen - für die nächsten Tage sein sollen.
Pro Tag darf einer der zwei autorisierten Besucher*innen zu Besuch kommen.
 
Bitte beachten Sie folgende Voraussetzungen für die autorisierten Besucher*innen:
- Geimpft oder genesen (Nachweis muss bei jedem Besuch vorgelegt werden)
- Plus getestet (Schnelltest oder PCR-Test, Nachweis muss bei jedem Besuch vorgelegt werden)
- Keine Anzeichen einer Atemwegserkrankung oder eines fieberhaften Infekts in den letzten 14 Tagen
- Kein Kontakt zu einer mit SARS-CoV-2 („Coronavirus“) infizierten und/oder an COVID-19 erkrankten Person in den letzten 14 Tagen
- Kein Aufenthalt in einem Risikogebiet in den letzten 14 Tagen, in dem zum Zeitpunkt der Einreise nach Deutschland ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit SARS-CoV-2 bestand.

 

Hören Sie rein: Freitag gibt es Fisch, auch in der Palmeria. Ein Denkanstoß zum Freitagsfisch, gesprochen von Pfr. Frank Nie auf Radio ChariVari und im Podcast Kurz&Gut auf Spotify.

 

Einen knapp gefassten Bericht über unsere Arbeit im Jahr 2021 finden Sie hier im Download. Diesen Kurzbericht erstellen wir jährlich für die Frühjahrssynode des Dekanats Erlangen, die heuer am 12.3.2022 abgehalten wird. Wenn Sie daraus etwas interessiert - fragen Sie einfach bei uns nach. Unsere E-Mailadressen und Zuständigkeiten finden Sie im Menu auf der Seite "SeelsorgerInnen".