Willkommen

Herzlich willkommen bei der Evangelischen Klinikseelsorge im Dekanatsbezirk Erlangen

Evangelische Klinikseelsorge ist ...

  • kirchlicher Dienst im Krankenhaus
  • Angebot der Kirche für PatientInnen, Angehörige und Krankenhauspersonal
  • Begleitung für Menschen in Krisen- und Grenzsituationen mit unserem eigenen Glaubens- und Lebenshintergrund

 

Aktuelles

Schaf
Bildrechte: Frank Nie

Das Schaf auf diesem Foto steht in der Kinderklinik, im Gang vor der Cafeteria. Erst diese Woche lief ein Junge an der Hand seiner Mutter freudig darauf zu: “Mäh, mäh! Da, mäh!“. Das Schaf ließ sich natürlich von ihm streicheln und sorgte so für einen fröhlichen Moment der Abwechslung auf dem Weg vom Stationszimmer zu einer Untersuchung. Am liebsten wäre der Kleine noch viel länger geblieben. Die Mutter versprach ihm, dass er das Schaf nach der Untersuchung wiedersehe.

Diese Schafe – es sind zwei - sind wie ein Ort zum Innehalten, ein Lichtblick. Im Betrieb einer großen Klinik brauchen Menschen das zuweilen. Und manche verweilen deshalb für einen Moment, bei den Schafen oder im Andachtsraum im C-Bau. Sie zünden eine Kerze an, schreiben ein Gebet auf, suchen Ruhe oder nehmen einen der dort ausliegenden Texte mit. Am häufigsten greifen sie zu Psalm 23:

Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. …

Darin klingt Hoffnung an: Dass Gott sich wie ein Hirte unserer annimmt, dass wir uns bei ihm geborgen fühlen dürfen; dass er uns auf grünen Auen weidet und zu frischen Wassern führt.

Wer so hofft und betet weiß dabei, dass es dunkle Momente in unserem Leben geben kann, finstere Täler und steinige Wege. Dass wir Menschen manchmal Trost brauchen, Zuspruch und Begleitung. Deshalb ist für mich ein kleiner Satz im Psalm 23 sehr wichtig: Dein Stecken und Stab trösten mich!

Und so denke ich häufig – und gerne - an den Psalm 23, wenn ich an den beiden Schafen in der Klinik vorbeigehe und sogar sehen darf, wie sie kranken Kindern und ihren Eltern Trost und Ablenkung schenken. Die müssen in der Klinik auf viel Schönes und Gewohntes verzichten; umso schöner, wenn sie dann und wann so ein Schaf auf ihrem Weg finden können.

Mögen Sie sich behütet fühlen, auf grünen Auen und auch auf steinigen Wegen,

Ihre

Pfarrerin Kathrin Kaffenberger

Hu, das fanden wir evangelischen Kinder irgendetwas zwischen gruselig und toll:

Am Aschermittwoch gingen die Katholiken in die Kirche und bekamen dort ein Aschenkreuz auf die Stirn gezeichnet.

„Echt? So richtig mit Asche? Darf ich mal anfassen? Wieso?“

Aus ihren Erklärungen wurden wir nie so recht schlau. Irgendetwas mit Fasten, und Buße, oder so.
Heute sehe ich das Aschenkreuz und denke sofort „Erde zu Erde, Asche zu Asche, Staub zu Staub“. Denn ich habe viele Menschen beerdigt, und jetzt in der Klinik begleite ich sie beim Sterben oder gehe mit den Angehörigen ans Bett für eine Aussegnung.

Mich erinnert das Aschenkreuz an unsere Vergänglichkeit. Von wo wir kommen („Von Erde bist Du genommen“) und wohin wir gehen („Zur Erde wirst Du werden“), unsere Körper zumindest. Und mich berührt, dass das Kreuzeszeichen aus Asche wie ein Segen auf die Stirn gezeichnet wird. Denn in der Vergänglichkeit liegt neben dem Traurigen viel Hoffnung. Vergänglich sind Ärger, Schwierigkeiten, Hoffnungslosigkeiten, Ängste, krank machende Beziehungen, Armut, Krankheiten, Schmerzen.

Wir sind gesegnet mit Vergänglichkeit – die uns von Gott gegeben ist.
Gezeichnet mit Asche – ja, wir sind sterblich, und ja, wir machen Fehler und werden schuldig.
Gesegnet mit einem Kreuz – Gott ist mit uns und weicht nicht von uns.

Wir sind vergänglich. Und ich lerne das von „meinen“ Patient*innen: Herzensanliegen nimm lieber gleich in Angriff. Du hast nicht ewig Zeit. Wenn Du das tust, wirst Du nicht viel verpassen. Bibeldeutsch: ein erfülltes Leben haben.

Pfr. Frank Nie
Foto: Pixabay/Myriams-Fotos

Ein Strauß Tulpen
Bildrechte: Pixabay

Ab dem 26. Februar 2022 lockert das Malteser Waldkrankenhaus St. Marien seine Besuchsbeschränkungen wie folgt:

Jede*r Patient*in darf von zwei festgelegten Personen aus dem Angehörigen- und Familienkreis besucht werden.
Allerdings müssen die autorisierten Besucher*innen entweder geimpft oder genesen sein und zusätzlich einen Test - Schnelltest (nicht älter als 24 Stunden) oder PCR-Test (nicht älter als 48 Stunden) - vorweisen (2G-plus).
Bitte besprechen Sie sich im Angehörigen- und Familienkreis, wer diese Personen – autorisierte Besucher*innen - für die nächsten Tage sein sollen.
Pro Tag darf einer der zwei autorisierten Besucher*innen zu Besuch kommen.
 
Bitte beachten Sie folgende Voraussetzungen für die autorisierten Besucher*innen:
- Geimpft oder genesen (Nachweis muss bei jedem Besuch vorgelegt werden)
- Plus getestet (Schnelltest oder PCR-Test, Nachweis muss bei jedem Besuch vorgelegt werden)
- Keine Anzeichen einer Atemwegserkrankung oder eines fieberhaften Infekts in den letzten 14 Tagen
- Kein Kontakt zu einer mit SARS-CoV-2 („Coronavirus“) infizierten und/oder an COVID-19 erkrankten Person in den letzten 14 Tagen
- Kein Aufenthalt in einem Risikogebiet in den letzten 14 Tagen, in dem zum Zeitpunkt der Einreise nach Deutschland ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit SARS-CoV-2 bestand.

 

Hören Sie rein: Freitag gibt es Fisch, auch in der Palmeria. Ein Denkanstoß zum Freitagsfisch, gesprochen von Pfr. Frank Nie auf Radio ChariVari und im Podcast Kurz&Gut auf Spotify.

 

Einen knapp gefassten Bericht über unsere Arbeit im Jahr 2021 finden Sie hier im Download. Diesen Kurzbericht erstellen wir jährlich für die Frühjahrssynode des Dekanats Erlangen, die heuer am 12.3.2022 abgehalten wird. Wenn Sie daraus etwas interessiert - fragen Sie einfach bei uns nach. Unsere E-Mailadressen und Zuständigkeiten finden Sie im Menu auf der Seite "SeelsorgerInnen".

Flyer für Bach-Musik am Mittwoch
Bildrechte: Ev. KHS Erlangen / Nie

Zu einer halben Stunde Musik von Johann Sebastian Bach lädt die Klinikseelsorge alle interessierten Patient*innen, Besucher*innen und Mitarbeiter*innen jeweils mittwochs um 13 Uhr in die Kapelle des INZ ein.
Bitte beachten Sie dazu die geltenden Corona-Bestimmungen.

Mund-Nasen-Schutz auf rotem Hintergrund
Bildrechte: Pixabay

Zum 15. Februar 2022 ändert die Universitätsklinik Erlangen die Regelungen für den Zugang von Besucher*innen und Begleiter*innen von Patient*innen.

Nicht in die Klinik dürfen Personen, die in den vergangenen zehn Tagen

Damit verkürzt sich die Zeitspanne des Zutrittsverbots von 14 auf zehn Tage.

Die Besuchsregelungen insgesamt finden Sie hier - klick.

Widmung des KHS-Konzepts 2022
Bildrechte: Ev. KHS / Pixabay

In unserer Konzeption beschreiben wir Grundlagen und Schwerpunkte unserer Arbeit in den vier Kliniken des Dekanats Erlangen. Wie verstehen wir Seelsorge? Warum machen wir nicht "nur" Besuche bei Patient*innen, sondern halten zum Beispiel Unterricht oder engagieren uns in ethischen Arbeitskreisen? Welche Herausforderungen sehen wir auf uns zukommen, zum Beispiel den Umgang mit Fremdheit und die Verortung christlicher Seelsorge in der ganzheitlichen Medizin und Spiritual Care?

Zum 31. Januar 2022 haben wir dieses Konzept erarbeitet und dem Dekanat Erlangen zur Diskussion und Entscheidung vorgelegt. Sie finden es im Anhang zum Download als *pdf-Datei.

Der Erlanger Gesprächskreis zu medizinethischen Grundsatzfragen lädt am 9. Februar um 17 Uhr zu einer Online-Veranstaltung mit Diskussion zum Thema "Assistierter Suizid" ein. Mehr zu dem Gesprächskreis und der Veranstaltung einschließlich des Links zur Veranstaltung finden Sie unter www.gespraechskreis-med-ethik.de. Unter den Referent*innen: Die evangelische Krankenhausseelsorgerin Pfarrerin Regina Korn-Clicqué. Vom Gesprächskreis stammt auch das Positionspapier zum Download: Sterben auf Rezept?

Das Interesse an dieser Veranstaltung ist hoch: Aktuell (9.2.22, 17:20 Uhr) sind rund 170 Teilnehmer*innen online.